Frühbehandlung im Milchgebiss
Wir empfehlen, das kindliche Gebiss rechtzeitig auf seine Funktionstüchtigkeit untersuchen zu lassen. Unregelmäßigkeiten im Milchgebiss setzen sich oft im bleibenden Gebiss fort. Bei manchen Zahnfehlstellungen ist es deshalb sinnvoll, schon im Milchgebiss mit der Korrektur zu beginnen.
Erste kieferorthopädische Kontrollen können ab dem 3. bis 5. Lebensjahr sinnvoll sein – in diesem Alter sind alle Milchzähne vorhanden, und Fehlstellungen oder Fehlfunktionen lassen sich gut erkennen.
Ratsam ist ein früher Blick vor allem dann, wenn ein Kind lispelt, länger am Daumen gelutscht oder lange einen Schnuller verwendet hat.
Häufige Maßnahmen der Frühbehandlung
Mit einer frühen, regulierenden Therapie ersparen Sie Ihrem Kind später oft aufwendigere Maßnahmen. Dazu gehören zum Beispiel:
- das Abstellen von Angewohnheiten wie Daumenlutschen, Lippenbeißen oder Zungenpressen
- das Verschließen eines frontal offenen Bisses
- die Korrektur eines Kreuzbisses im Front- oder Seitenzahnbereich
- das Offenhalten von Lücken mit einem Platzhalter nach vorzeitigem Milchzahnverlust
- ausgeprägter Platzmangel durch einen zu kleinen Kiefer
- überzählige Zähne
Gerade Zähne für das ganze Leben: Je früher wir eine Fehlentwicklung erkennen, desto sanfter lässt sie sich in die richtige Richtung lenken.
Das Wichtigste auf einen Blick
- Erste kieferorthopädische Kontrollen sind ab dem 3. bis 5. Lebensjahr sinnvoll.
- Besonders ratsam, wenn ein Kind lispelt, länger am Daumen gelutscht oder lange einen Schnuller verwendet hat.
- Typische Maßnahmen: Angewohnheiten abstellen, offenen Biss schließen, Kreuzbiss korrigieren, Lücken offen halten.
- Auch ausgeprägter Platzmangel und überzählige Zähne fallen in dieser Phase auf.
- Eine frühe, regulierende Therapie erspart später oft aufwendigere Maßnahmen.
